Experten im Leben retten beim 16. HLA-Workshop in Birkenfeld

Wie viele und welche genetische Bausteine des Immunsystems entscheiden, ob die Stammzelltransplantation erfolgreich verläuft? Was ist digitale PCR und wie überwacht sie das Anwachsen eines Transplantats?

Über diese und andere Fragen diskutieren Molekulargenetiker, Immunologen und Transplanteure vom 26. bis 27. April, am Umweltcampus Birkenfeld, beim 16. HLA-Workshop der Stefan-Morsch-Stiftung.

Die Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist nicht nur die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Die Datei betreibt aber auch eines der größten HLA-Labore Deutschlands, in dem jährlich bis zu 40.000 Gewebeproben analysiert werden.

Einmal im Jahr haben Laborfachleute bei der HLA-Fortbildung die Gelegenheit, sich mit Experten auszutauschen. Neben einem Überblick über den aktuellen Stand der Sequenzierungs-Technologien, werden neue Erkenntnisse zum sogenannten Major Histocompatibility Complex (MHC) vorgestellt. Ein Teil dieses Komplexes ist für die Gewebeverträglichkeit, zum Beispiel bei einer Stammzelltransplantation verantwortlich. Diese sind entscheidend bei der Wahl, ob ein Spender der genetisch passende für einen Blutkrebspatienten ist. Ein weiteres Workshop-Thema sind Kombinationen der HLA-Werte, die beim Träger die Entstehung von Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel der Zöliakie oder Morbus Bechterew, begünstigen.

Dr. Marco Schäfer, Leiter des HLA-Labors der Stiftung und Dr. Wolfgang Peter, Leiter Forschung und Entwicklung NGS, organisieren diesen Workshop gezielt für Labor-Mitarbeiter, die ein wichtiger Bestandteil des Netzwerkes sind, das bei der Hilfe für Patienten benötigt wird: „Die Themen rund um die Stammzelltransplantation entwickeln sich rasant weiter. Um hier den Anschluss zu behalten, ist eine regelmäßige Fortbildung ebenso wichtig wie der Austausch mit anderen Fachleuten. Der HLA-Workshop ist dafür inzwischen eine etablierte Plattform.“ Ziel des HLA-Workshops ist es, die Fachleute verschiedenster Disziplinen zusammenzubringen und so die Vernetzung voranzutreiben. „Wir wollen ganz konkret die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke nachhaltig verbessern“, so Schäfer.

 

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