Götterts „Retrospektive“ findet großes Interesse

Zu den bekanntesten Bildhauern der Region zählt Roland Göttert, dessen Werke die Kunsthalle Art Affect in Berschweiler bei Kirn in Kooperation mit dem Maler-Zang-Haus noch bis zum 22. April unter dem Titel „Retrospektive“ zeigt.

Schon am ersten Tag strömten mehr als 100 Besucher in die Galerie.

 Bei der Vernissage erwähnte Landrat Dr. Matthias Schneider, dass der kulturelle Reichtum der Nationalparkregion in deren Masterplan einen Schwerpunkt bilde. Auf Initiative seines Vorgängers Axel Redmer schuf der im Kempfelder Ortsteil Katzenloch lebende Künstler die fünf lebensgroßen Skulpturen bedeutender Birkenfelder Maler am Maler-Zang-Haus, hob Schneider hervor. Neben Plastiken kreierte der 74-Jährige zahlreiche Zeichnungen und Gemälde, die die Galerie in der umfassenden Werkschau ausstellt, die einen Querschnitt aus sechs Jahrzehnten bildet.

 Von Anfang hätten die Freundlichkeit und Sanftheit des stets freundlich lächelnden Manns sie fasziniert, bekannte Galeristin Kornelia Doll. Stetig wandelten sich die Plastiken, wenn man sie von allen Seiten betrachtet, sagte Susanne Ecker, die in ihrer Laudatio die Porträts als „Entdeckungsreisen in menschliches Seelenleben“ beschrieb. Darin spiegele sich Götterts „intensives Interesse“ an der Physiognomie der Menschen wider. Oft habe ihn auch die Mythologie inspiriert. „Stilfindung ist für den Künstler Selbstfindung“, verdeutlichte die Kunsthistorikerin. Schon zu Schulzeiten hätten Malen und Zeichnen das vielseitige Talent im Alltag begleitet.

 Regen Zuspruch fand die vom Duo „Saxgeflüster“ (Tanja Endres-Klemm und Achim Klemm) musikalisch umrahmte Eröffnung, zumal der einst als Kunsterzieher an den Gymnasien in Neuwied, Simmern und Idar-Oberstein tätige Familienvater in seiner Wahlheimat bekannt und populär ist. Seine Arbeiten versteht er als „Analogie zu Aspekten der Realität“. Ziel sei, „beim Betrachter eine emotionale und rationale Reflexion auszulösen“. Keine Rolle spiele es dabei, ob er gegenständlich, abstrakt oder konstruktiv arbeitet.

 Bis zum 22. April ist die Ausstellung täglich außer samstags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung (Telefon 06781/360379, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) geöffnet.

 

Karsten Schultheis

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