Wie schütze ich meine Kinder im Internet?

In unserem umfassenden Leitfaden gehen wir auf 8 Bereiche ein, auf die Du Dich in unserer komplexen Online-Welt konzentrieren solltest.

Je nach Alter der Kinder treffen vielleicht nicht alle Bereiche auf Dich zu. Behalte den Leitfaden aber auch für die Zukunft im Hinterkopf. Deine Kinder wachsen und früher oder später wirst Du es vielleicht mit allen Bereichen zu tun bekommen.

1. Smartphones und Apps

Laut einer Verbraucherumfrage von Influence Central bekommen Kinder durchschnittlich ihr erstes Smartphone mit 10. Gibst Du Deinem Kind ein Smartphone, hat das gewisse Vorteile. Ein Smartphone ist ein sehr gutes Sicherheits-Tool. Deine Kinder können Dir mitteilen, ob sie ihr Ziel sicher erreicht haben. Sie können Dich auch anrufen, wenn Du sie abholen sollst. Natürlich können sie das Tool auch im Notfall einsetzen. Du kannst darüber hinaus die GPS-Funktion nutzen, um den Standort Deiner Kinder immer zu wissen. Dass Du Deine Kinder jederzeit erreichen kannst, gibt doch ein enormes Stück Seelenfrieden.

Smartphones lassen sich aber auch missbrauchen und machen Kinder in einigen Situationen verwundbar. Weil Smartphones persönliche Geräte sind, wissen wir oft nicht, was Kinder damit machen oder wie sie die Gadgets benutzen.

Denkst Du darüber nach, Deinem Kind ein Smartphone zu geben, solltest Du einige sehr klare Rahmenbedingungen aufstellen und jeder willigt ein, nach den Regeln zu spielen. Hat Dein Kind bereits ein Smartphone, kann man die Regeln auch nachträglich einführen und besprechen. Demonstriere, dass ein Smartphone auch eine große Verantwortung mit sich bringt.

Implementieren Sie Smartphone-Regeln für Ihr Kind. Stellen Sie sicher, dass Sie in die Telefonaktivitäten Ihrer Kinder einbezogen werden, um sie zu schützen.

Du kannst viele Vorkehrungen treffen, um die Sicherheit in Sachen Smartphone zu verbessern:

  • Lass Dein Kind einen Vertrag unterschreiben, bevor Du ihm das Gerät gibst. Drucke die Smartphone-Regeln aus und befestige sie irgendwo im Heim, wo sie jeder sehen kann.
  • Lade Apps für elterliche Kontrolle herunter. Somit lässt sich die Nutzung einschränken. Weiterhin findest Du damit den Standort heraus und kannst Anrufe sowie Nachrichten kontrollieren. Durch einige Apps kannst Du auch bestimmte Funktionen zu bestimmten Zeiten deaktivieren. Es ist zum Beispiel gemeint, Messaging Apps nachts zu deaktivieren.
  • Setze Limits, wann und wie lange Dein Kind ein Smartphone pro Tag nutzen darf.
  • Sei Deinen Kindern ein Vorbild. Nutze Dein Smartphone nicht am Essenstisch und schreibe keine Nachrichten, während Du fährst.
  • Platziere die Aufladestation an einem zentralen Punkt in Deinem Heim. Die Smartphones sollten sich nicht im Kinderzimmer befinden, dann kann der Nachwuchs die Geräte auch nachts nicht nutzen.

 

2. Inhalte streamen und Smart TVs

Wir denken gerne an die Zeit zurück, als sich die gesamte Familie um den Fernseher versammelte, um gemeinsam etwas anzusehen. Viele von uns hatten wahrscheinlich einen eigenen Fernseher und haben viele Stunden ohne elterliche Kontrolle geguckt.

In der modernen Zeit ist aber das Streamen von Inhalten immer populärer geworden. Es gibt mehr Fernsehserien sowie Filme als zuvor und ein Zugriff darauf ist sehr einfach. Viele Inhalte eignen sich aber nicht für Kinder.

Die Streaming Services bieten aber auch viele Vorteile. Bei den meisten findest Du lehrreiche Programme und Dokumentationen. Die meisten zeigen keine Werbung und Deine Kinder werden nicht von allen Seiten mit Kommerz bombardiert. Das ist beim herkömmlichen Fernsehen oftmals der Fall. Mit Streaming-Inhalten öffnest Du eine komplette neue Welt für Deine Kinder. Wichtig an dieser Stelle ist aber, wie Du das Medium einsetzt.

Die meisten der großen Streaming-Anbieter haben elterliche Kontrollen. Einige sind dabei besser als andere. Bei Netflix kannst Du zum Beispiel separate Profile für Dich und Deine Kinder einrichten.

Mithilfe dieser Tools stellst Du sicher, dass Deine Kinder nur Zugriff auf für sie angemessene Inhalte haben. Das Menü für Kinder hat bei Netflix eine andere Farbe als das normale. Deswegen siehst Du immer sofort, ob die Kinder auf für sie angemessene Inhalte zugreifen oder nicht. Das hindert die Kinder aber nicht daran, das Profil zu wechseln. An dieser Stelle musst Du also vorsichtig sein.

iTunes und Apple TV erlauben es den Eltern, gewisse Bewertungsstufen zu benutzen. Damit stellst Du ein, was die Kinder ansehen können. Im Gegensatz dazu gibt es bei Amazon Prime keine elterlichen Kontrollen. Hier kannst Du Dich nur von Deinem Konto abmelden und das Passwort hältst Du natürlich geheim.

Alle diese Tools ersetzen aber keine ernsthafte Konversation, die Du mit Deinen Kindern führen solltest, was sie ansehen dürfen und was nicht.

Überwachen Sie die Fernsehzeit und begrenzen Sie die Anzahl der Stunden, die sie am Tag fernsehen, integrieren Sie Jugendschutzeinstellungen, sprechen Sie mit Ihrem Kind über den Inhalt der Sendung und verbringen Sie Zeit vor dem Fernseher als Familie.

 

3. Spielekonsolen und Online-Spiele

Laut der NPD-Gruppe spiele 91 Prozent aller amerikanischen Kinder zwischen 2 und 17 Jahren Videospiele. Spielekonsolen lösen bei vielen Eltern Besorgnisse aus. Es gibt viele Spiele mit gewaltsamen und sexuellen Inhalten. Deswegen musst Du gut aufpassen, welche Spiele Deine Kinder zocken.

Auch der Bereich Multiplayer und Spiele, die komplett online sind, müssen in Betracht gezogen werden, weil Deine Kinder Opfer von Missbrauch werden könnten. Bei vielen Spielen ist es erlaubt, dass Menschen aus aller Herren Ländern miteinander kommunizieren. Deine Kinder werden möglicherweise Opfer von Belästigung und Cybermobbing. Kinder fühlen sich vielleicht auch zu anderen Spielern hingezogen und verraten zu viele persönliche Informationen.

Spiele sind aber auch eine tolle Möglichkeit, um gewisse Fähigkeiten zu erlernen und zu verbesser. Sie helfen, Problemlösungen zu stärken und vermitteln, dass man auf ein Ziel hinarbeiten muss. Auch die Teamarbeit wird möglicherweise gestärkt. Spiele sind weiterhin eine tolle Option, die Familie näher zusammenzubringen. Zum Glück gibt es bei den meisten Spielen strenge elterliche Kontrollen und die Eltern können überwachen, was die Kinder spielen.

Ermutige Deine Kinder, über die Spiele zu sprechen, die sie spielen. Stelle sicher, dass das Profil Deiner Kinder auf privat eingestellt ist. Denke darüber nach, ob die Spielkonsole an einem Platz aufgestellt wird, der allen leicht zugänglich ist und den alle benutzen. Überprüfe die Altersfreigaben der Spiele und nutze elterliche Kontrollen, sofern sie vorhanden sind. Schränke ein, welcher Menschenschlag sich online mit Deinen Kindern unterhalten darf.

 

4. Soziale Medien

Das Format hat sich zwar geändert, aber Eltern sorgen sich seit Jahren, welche TV-Serien und Video-Spiele ihre Kinder konsumieren. Soziale Medien sind aber ein neues Feld, um das sich Eltern Sorgen machen müssen.

Soziale Medien sind bei Teens allgegenwärtig: 71 Prozent verwenden mehr als eine soziale Plattform. Kinder verbringen heute viel Zeit in sozialen Medien. Eine Studie der gemeinnützigen Gruppe Common Sense Media zeigte, dass 8- bis 12-Jährige bereits 6 Stunden online pro Tag verbringen. Die meiste Zeit davon tummeln sie sich in sozialen Medien. Bei den 13- bis 18-Jährigen sind es sogar enorme 9 Stunden!

Bei den meisten sozialen Plattformen musst Du mindestens 13 Jahre alt sein, um Dich anmelden zu können. Laut einer kürzlich durchgeführten Harvard-Studie haben 68 Prozent der befragten Eltern ihren jüngeren Kindern dabei geholfen, ein Konto einzurichten.

Soziale Medien können vor allen Dingen Tweens und Teens süchtig machen. Außerdem gibt es gewisse Gefahren, wie zum Beispiel Cybermobbing, Teilen von unangemessenen Inhalten und Kontakt zu Fremden (mehr dazu weiter unten).

Zugriff auf soziale Medien steht auch im Zentrum von Teens, um eine soziale Identität zu entwickeln. Sie kommunizieren auf diese Weise mit Freunden und es kann eine gute Option sein, miteinander abzuhängen. Wichtig an dieser Stelle sind Grenzen, damit die gesamte Erfahrung positiv bleibt.

Erzwinge eine sichere Umgebung. Gewähre Deinen Kindern keinen Zugriff auf soziale Medien, bis sie alt genug sind. Am besten wird der Computer an einem Ort platziert, der von allen häufig genutzt wird. Schränke die Zeit ein, die der Nachwuchs auf sozialen Medien verbringen darf. Blockiere den Standortzugriff für alle Apps und konfiguriere die Datenschutzeinstellungen entsprechend. Überwache die Online-Aktivitäten Deiner Kinder.

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