Jazztage Idar-Oberstein 2018

Am letzten Mai-Wochenende finden in der Fußgängerzone Idar die 23. Jazztage Idar-Oberstein statt.

Vom 25. bis 27. Mai 2018 kreieren Projekte, Bands und Formationen mit hervorragenden nationalen und internationalen Solisten auf fünf Bühnen Musik durch alle Stile des Jazz. Oberbürgermeister Frank Frühauf, Kulturreferentin Annette Strohm und die Mitarbeiter des Kulturamtes stellten jetzt das Festivalprogramm vor.

In den Räumen der Volksbank Hunsrück-Nahe eG begrüßte Vorstand Frank Schäfer Organisatoren, Sponsoren und Pressevertreter. Die Volksbank hob das Jazzfestival gemeinsam mit der Stadt Idar-Oberstein vor 23 Jahren aus der Taufe und ist der Veranstaltung seither als Sponsor verbunden. Daneben gehören die OIE AG, die Kirner Privatbrauerei, Schwollener Sprudel und das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur zu den Unterstützern der Jazztage.

Oberbürgermeister Frühauf bedankte sich dann auch zunächst bei den Sponsoren für deren langjähriges Engagement, denn „ohne diese Unterstützung könnten wir das Festival nicht durchführen.“ Außerdem wies er darauf hin, dass die RNN Zusatzfahrten zu den Jazztagen anbietet. Einen weiteren Dank richtete der Stadtchef an Annette Strohm und das Team des Kulturamtes, die wieder in hochwertiges und abwechslungsreiches Musikprogramm zusammengestellt haben. Frühauf verwies darauf, dass bei ähnlichen Festivals teilweise hohe Eintrittsgelder verlangt werden, die Jazztage aber auch weiterhin kostenlos besucht werden können. Trotzdem appellierte er an alle Besucher, mit dem Kauf eines Förderbuttons zur Finanzierung des Festivals beizutragen. Im Vorverkauf kostet der Jazztage-Förderbutton 6 Euro, an den Veranstaltungstagen 8 Euro. „Für diesen vergleichsweise geringen Obolus kann man drei Tage lang ein hochwertiges Musikprogramm genießen“, so der OB. Für junge Festivalbesucher gibt es ein Förderbändchen zum Preis von 3 Euro im Vorverkauf und 4 Euro an den Veranstaltungstagen. Dabei handelt es sich in diesem Jahr um ein Blink-Armband, das von der OIE AG zur Verfügung gestellt wird.

Fünf Bühnen – 20 Konzerte

Anschließend stellten Annette Strohm und ihr Team die insgesamt 20 Gruppen, die bei den diesjährigen Jazztagen auftreten, vor. Eröffnete wird das Festival von dem Berliner Jazzquintett The Toughest Tenors. Frisch und virtuos, rau und direkt beweist die Band die nachhaltige Energie von authentischem Jazz. Dabei werden auch längst vergessene Stücke in der Tradition der legendären Two-Tenor-Formationen aus den unerschöpflichen Archiven des Jazz hervorgeholt und wieder auf die Bühne gebracht. Die Formation Uwaga! ziert den diesjährigen Förderbutton. Die vier Musiker mit ihren unterschiedlichen stilistischen Schwerpunkten präsentieren einen sehr eigenen Sound, irgendwo zwischen Klassik, Jazz, Balkan- und Popmusik.

China Moses, Tochter der Jazzsängerin und mehrfachen Grammy-Preisträgerin Dee Dee Bridgewater, ist mit ihrer herausragenden Stimme musikalisch vielseitig und spannungsreich. Ihre Songs, ein prickelnder Cocktail aus deepem Soul, treibenden Blaxploitation-Zitaten, Lounge-Jazz und groovendem R&B, abgerundet mit einer gesunden Prise Pop, sind vital und ruhen doch in sich selbst. Als heftigen Überjazz bezeichnen die fünf(!) Musiker des Horst Hansen Trios ihren Musikstil. Eingesessene Vorstellungen werden über Bord geworfen, um Platz für groovige Rhythmen, wilde Taktwechsel und energetische Improvisationen zu schaffen. Und mit farbenfrohen Fußbedeckungen und einem unverwechselbaren modischen Schick wird dem Publikum bereits vor Erklingen des ersten Tons ein Anblick geboten, den es so schnell nicht vergessen wird.

Chacán ist eine der erfolgreichsten Salsa-Bands der Rhein-Main-Szene und hat sich eine ganz eigene Nische geschaffen, in der sie auf unkonventionelle Art die Wurzeln der Salsa Musik aufleben lässt. Der Posaunist Nils Wogram ist derzeit einer der wichtigsten deutschen Jazzmusiker. Als Bandleader, Komponist und Solist mit kompromisslos eigener Sprache feiert er weltweit große Erfolge. Jazz Against The Machine: unschwer zu erkennen, dass der Bandname sowohl für 1990er-Rock als auch ein Faible für Jazz steht. Auf der Suche nach ihren musikalischen Wurzeln rasen die vier individuellen Instrumentalisten mit dem Blue Train durchs Nirvana. Hier trifft Härte auf Feingefühl, krachender Rock auf Fahrstuhljazz – und das auch höchstem Niveau. Nicht wegzudenken bei den Jazztagen ist die Golden Swing Big Band. Das aktuelle Programm steht unter dem Motto „Local Voices“, dabei swingen, jazzen, grooven und rocken die beiden Sängerinnen Ully Mathias aus Bad Sobernheim und Daisy C. Black aus Kirschweiler abwechselnd mit der Band den Schleiferplatz.

Das komplette Programm, Informationen zu den Bands und Hörbeispiele gibt es unter www.idar-oberstein.de. Der RNN bietet zu den Jazztagen auf der Linie 330 Zusatzfahren nach 23 Uhr und 1 Uhr an, die Besucher in die Stadtteile Obere Lay, Göttschied, Oberstein und Algenrodt sowie bis nach Birkenfeld bringen. Informationen hierzu auf der vorgenannten Internetseite oder unter www.rnn.info.

 

Bild: Organisatoren und Sponsoren freuen sich auf das dreitägige Jazzfestival in der Idarer Innenstadt.

 

Michael Brill

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