Hexenrock 2018: SLN hinter den Kulissen

Der Hexenrock in Hettenrodt war in seiner 25. Auflage ein voller Erfolg. Das SLN-Team erlebte die Nacht auf den 1. Mai sowohl vor als auch hinter den Kulissen und durfte viele spannende Eindrücke sammeln.

Nachdem die Bands Revolution Inc. und Anais aus Morbach das Zelt schon einmal in Stimmung gebracht hatten, folgte mit der Band Antiheld ein Hexenrock-Stammgast. Die Band aus Stuttgart um Frontmann Luca Opifanti kam die Ehre zu Teil, als erste Band überhaupt zum dritten Mal auf dem Hexenrock performen zu dürfen. Auch nach ihrem Gig waren die Jungs aus Stuttgart mächtig gefragt und verkauften und signierten zahlreiche CD´s und T-Shirts. Zuvor hatte uns Frontmann Luca ein Facebook-Live-Video zugesichert. Gesucht werden musste nur noch eine passende Kulisse. Schließlich starteten wir das Facebook-Live im Tourbus der Stuttgarter Band, indem es – für Rocker nicht unüblich – ziemlich wild aussah. Frontmann Luca blieb auch völlig entspannt, als im ersten Video-Lauf die Technik streikte. Der zweite Anlauf passte dann: Bei ihrem ersten Auftritt 2016 hatten Antiheld, wie Luca Opifanti im Interview mit uns zugab, „mit der Ecke eigentlich gar nichts am Hut“, doch die Auftritte der Stuttgarter Rockmusiker sorgten für solche Begeisterung, dass Antiheld sich mittlerweile auch im Nahetal eine große Fangemeinde erspielt hat.

Live Interview aus dem Tourbus von ANTIHELD

Mittlerweile sei es ein „Heimspiel“ und „Jahreshighlight“ auf dem Hexenrock zu spielen, erklärte Luca. Das mögliche vierte Gastspiel in Folge beim Hexenrock 2019 kann er sich aber nicht vorstellen. „Die Jungs sind schon so über ihre Grenzen gegangen, uns zum dritten Mal hierherzuholen“, beschrieb er den Hettenrodter Kodex, nur zweimal den gleichen Act auftreten zu lassen. Dass Antiheld überhaupt zum dritten Mal auftreten durfte, sei ein „Ritterschlag“. Sollte es eine Anfrage geben, wäre er mit seiner Band aber auf jeden Fall am Start, verriet Opifanti abschließend. Wer den grandiosen Auftritt von Antiheld am Montag verfolgen durfte, weiß, dass die Veranstalter auf jeden Fall keinen Fehler mit einem vierten Antiheld-Auftritt machen würden. Die Idar-Obersteiner können sich aber noch in diesem Sommer auf einen Auftritt der Stuttgarter beim Spießbratenfest freuen.

Nachdem die heimlichen Stars des Abends mit ihrer Performance für ein Stimmungshighlight gesorgt hatten, standen die nächsten Umbaumaßnahmen an. Für den Hauptact Johannes Oerding musst neues Equipment auf die Bühne gepackt werden. Der Oerding-Tross wurde beim Aufbau von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Auch in diesem Jahr sorgten wieder über 100 „Hettarder“ für einen reibungslosen Ablauf. Im Backstage-Raum wurden die Künstler mit Essen und Trinken versorgt. Auch Ortsbürgermeister und Orga-Team-Mitglied Markus Schulz war im ständigen Austausch mit Management und Künstlern und unterstützte unser Team auch bei den Interviewanfragen. Schon vor dem Auftritt stellten wir uns Johannes Oerding vor, der uns völlig entspannt anbot, auch vor dem Gig ein Interview zu machen. Wir einigten uns aber schließlich darauf, dass wir das Live-Video nach dem Auftritt aufnehmen.

Hettenrodt war die erste Station in Oerdings Deutschland-Tournee 2018. Und der Künstler erzählte seinem Publikum direkt, dass der Hunsrück für ihn kein unbekanntes Pflaster ist. In seiner Jugend habe er viele Pfadfinder-Zeltlager im Hunsrück verbrachte, wie er uns später erzählte. Zuvor fragte er das Publikum: „Wer ist hier aus Sensweiler, Oberbrombach oder Hettenrodt?“, und holte die Leute so direkt auf seine Seite. Etwas Eingewöhnungsphase benötigte Oerding nach langer Tour-Pause dann doch, wie er nach dem Konzert im Interview mit Stadt-Land-News zugab:  „Wir haben uns echt ein paar Mal ordentlich vergrützt und ein paar Mal beim Spielen danebengelangt. So ist das manchmal bei den ersten Konzerten.“ Vom Gefühl, den Emotionen, dem Publikum und der Location her, sei es jedoch ein Auftakt nach Maß gewesen.

Live Interview mit Johannes Oerding

Mit der speziellen Location im Hettenrodter Hexenrock-Zelt habe er sehr gut umgehen können, da er selbst vom Dorf komme und daher wisse, was die Leute erwarten. „Ich wusste, dass ich hier nicht die traurigen Lieder singen muss“, erklärte Oerding, „und ich wollte selber ein bisschen Spaß haben und Tempo machen.“ Das kam bei den Zuschauern gut an, während Oerdings Chart-Erfolgen „Kreise“, „Alles brennt“ und „Hundert Leben“ herrschte Gänsehautatmosphäre. „Hier ist jetzt schon mehr Stimmung als die letzten zehn Jahre auf dem Echo“, lobte der Singer-Songwriter das Publikum zu Beginn des Konzerts mit einem Augenzwinkern. „Für mich fühlte sich das an, als würde ich in meinem Heimatdorf spielen“, zeigte sich Oerding nach seinem Auftritt begeistert von der familiären Atmosphäre. Im Backstage unterschrieb Oerding dann auch seelenruhig Plakate und Autogrammkarten von besonders treuen Fans, die ihrem Idol wohl noch sie so nahe gekommen waren.  

Aber auch nach Oerdings Show war der Abend noch lange nicht beendet. Die Cover-Band Fade Out sorgte mit einer ansprechenden Inszenierung bekannter Rockklassiker sowohl stimmlich als auch musikalisch für weitere Glanzpunkte und hielt die Stimmung oben. Der 25. Hexenrock wurde bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert.

 

Tim Julian Schneider und Max Storr 

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