Gedenkstätten hinterlassen prägende Eindrucke

Im März besuchte die Ida-Purper-Schule aus Idar-Oberstein im Rahmen einer Exkursion Gedenkstätten des 1. und 2. Weltkrieges in Frankreich. Auf die Reise nach Verdun machten sich 79 Schülerinnen und Schüler, fünf Lehrkräfte, die Sozialarbeiterin der Schule sowie der Vorsitzende des Schulelternbeirats.

Nachdem die Abfahrt in Idar-Oberstein schon um 05:00 Uhr in der Früh stattfand, erfolgte die Ankunft in Verdun am Fort de Vaux gegen halb neun. Im Rahmen einer Führung wurde den Schülern die eindrucksvolle Festung detailreich erklärt, ehe es nach einem kurzen Zwischenstopp, bei dem sich die Schüler mit französischen Leckerbissen versorgen durften, anschließend weiter zur Zitadelle ging.

Die dortige Besichtigung mit einer unterirdischen Bahn und einem eindrucksvollen Film, beeindruckte die Teilnehmer. Letzte Station in Verdun war das Beinhaus, in dem die Gebeine von 130.000 nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten aufbewahrt werden, die im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen. Ein 20-minütiger Film beleuchtete die Hintergründe rund um Schlacht von Verdun, die eine der verlustreichsten in der Auseinandersetzung war. Insgesamt sind dort zwischen Februar und Dezember 1916 ca. 380.000 Menschen gefallen.

Nachdem die Gruppe in einem netten Hotel in Straßburg die Nacht verbracht hatte, absolvierten die Exkursionsteilnehmer am kommenden Tag eine geführte Besichtigung des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof in dem während des Zweiten Weltkrieges insgesamt 22.000 Menschen ums Leben kamen. Die dortige Führung wurde zu einem sehr beeindruckenden Erlebnis, das die Schüler erst einmal verarbeiten mussten. Im Anschluss wurden viele Gespräche rund um das Gesehene geführt. Die Besichtigung mit der Einbettung in den historischen Kontext wurde im Nachhinein jedoch mehr als positiv bewertet.

Danach ging es für die knapp neunzig Teilnehmer zurück in die Heimat. Die Ida-Purper-Schule hat sich entschlossen, die Fahrt verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler der künftigen Abschlussklassen einzuführen und als festen Bestandteil ins Qualitätsprogramm der Schule aufzunehmen.

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