IT-Technologieunternehmen eröffnet Zweigstelle auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld

Einen neuen Standort am Umwelt-Campus Birkenfeld hat das Unternehmen ARTENGIS aus Sankt Ingbert eröffnet.

Zum Antrittsbesuch konnte Geschäftsführer Michael Schlicker den Fachrichtungsleiter Informatik an der Hochschule, Prof. Dr. Stefan Naumann, und den Informatik-Dozenten für 3D-Modellierung und Programmierung, Markus Schwinn, in den neuen Räumlichkeiten begrüßen. Die Firma entwickelt neuartige digitale Handlungsassistenzsysteme und computer-basierte Visualisierungen im Kontext mechatronischer Produkte und Anlagen. Die Handlungsassistenzsysteme unterstützen Menschen bei der Ausführung komplexer Arbeiten in der Produktion an der Maschine oder im Technischen Kundendienst. Die Nutzer werden damit intelligent, prozessorientiert und multimedial durch die auszuführende Handlung navigiert. „Wir haben eine Software entwickelt, die diese Vorgänge vereinfacht abbildet und auch visualisiert und so beispielsweise die Wartung einer Maschine erleichtert. Dabei kommen insbesondere Komponenten zum Einsatz, die ergänzende Informationen zur jeweilige Maschine virtuell einblenden, ähnlich wie bei der Nutzung einer Wegbeschreibung im Navigationssystems im Auto, und somit die Arbeiten beschleunigen und auch sicherer machen“. Der Zusammenarbeit mit dem Hochschulstandort war eine Abschlussarbeit der Studierenden Nora Wichlacz vorausgegangen, die ein solches rein virtuelles Unterstützungssystem am Beispiel eines Kaffeeautomaten entwickelt hat und mittlerweile bei dem Unternehmen beschäftigt ist.

 

Solche Systeme, die die reale Welt mit virtuellen kontextspezifischen Informationen anreichern, haben aus Sicht der Informatik am Umwelt-Campus ein erhebliches Potenzial. „Beispielsweise kann dies die Wartung in Maschinenhallen vereinfachen und somit nicht nur die jeweilige Maschinenlebensdauer verlängern, sondern auch die Energieeffizienz steigern, denn häufig lassen sich durch verbesserte Einstellungen auch weitere Einsparungen erzielen - das kennt jeder von der Heizungsanlage zu Hause“, so Prof. Naumann, der das Anwendungsfeld von ARTENGIS nicht nur als gutes Beispiel der Verbindung von Informatik und Umwelt sieht, sondern generell die Ansiedlung von Firmen aus dem Umfeld Softwareentwicklung und IT-Dienstleistung als erhebliche Chance für den ländlichen Raum begreift. „Die Datenautobahn ist im Prinzip auch bei uns breit genug, und mit solchen Unternehmen lassen sich hochqualifizierte Arbeitsplätze auch abseits der Ballungsräume schaffen.“ Umso wichtiger sei, dass auch alle Orte der Nationalparkregion entsprechend angeschlossen seien, um diese Potenziale auch ausschöpfen zu können.

 

 

Hochschule Trier (Naumann/Stolz)

 

 

 

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