„In der Kunst gibt es kein Muss“

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst im Stadthaus“ präsentiert Raymond Pauquet vom 30. Mai bis 30. August seine Kunstwerke im Foyer der Stadtverwaltung.

In der Ausstellung mit dem Titel „Tropensturm“ zeigt der seit dem Jahr 2011 in Idar-Oberstein lebende freischaffende Künstler zahlreiche seiner neuen Gemälde sowie Keramiken der 1980er Jahre. Dem Besucher gewährt er damit einen Einblick in fast 40 Jahre künstlerischen Schaffens.

Der kreative und vielseitige Keramiker, der seine künstlerische Ausbildung in Bonn absolvierte, präsentiert in zwei großen Vitrinen glasierte Terrakotta-Figuren, darunter Tänzer, Fanfarenbläser, Transsexuelle, Gitarrenspieler und Torsi. „Ich hatte zwei Brennöfen im Studio für Kunsterziehung und an der Pädagogischen Hochschule und das gesamte Material wie Ton, Glasuren und Arbeitsgeräte zur Verfügung“, schwärmt Raymond Pauquet rückblickend. „Das war eine goldene Zeit und ich kann heute nur sagen. Danke an Bonn. Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.“

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung großformatige Leinwände in Pauquets bevorzugtem Format 100 x 80 cm aus den Jahren 2011 bis heute. „Alle diese Bilder sind in meinem Atelier in Idar-Oberstein entstanden, hier kann ich meiner Fantasie im Malrausch freien Lauf lassen“, so der Künstler. In seinen Arbeiten verschwinden die Grenzen zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei. Wasser- und terpentinlösliche Farben fließen bei den experimentierfreudigen Arbeitsprozessen ineinander, stoßen sich ab oder zeihen sich an. „Jede Regel kann durchbrochen werden, das ist die große Freiheit der zeitgenössischen Malerei. In der Kunst gibt es kein Muss. Spannende Strukturen sind mein Ziel, dabei ist mir jedes Hilfsmittel recht, gerne auch Maurerkelle und Traufel oder Kleiderbügel und Teigrolle, um Farben aufzutragen und zu bearbeiten“, begeistert sich der Maler.

Inhaltlich spannt Pauquet mit seinen Gemälden den Bogen vom Portrait „Bianca Jagger“ aus dem Jahr 1989, in pointilistischer Technik bis zum „Terror in Europa“ aus dem Jahr 2017, eine apokalyptische Vision. In den aktuellen Bildern taucht häufig das Motiv der Palme auf, ein Symbol der Sehnsucht nach vielen Karibikreisen. Auch eine Serie abstrakter Arbeiten in blutroter und leuchtend gelber Farbgebung mit den Titeln wie „Bluthochdruck“ und „Ramipril“ und „ASS 100“springen ins Auge und bleiben in Erinnerung.

Die Ausstellung ist Montag bis Mittwoch von 7 bis 17 Uhr, Donnerstag von 7 bis 18.00 Uhr und Freitag von 7 bis 12 Uhr im Foyer der Stadtverwaltung zu sehen.

 

Bild: Das Bild mit dem Titel ASS 100 von Raymond Pauquet

 

Michael Brill

 

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