"Wir wollen jedes Spiel gewinnen"

Lukas Stallbaum hat letztes Jahr mit der A-Jugend des SC Idar-Oberstein den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Für den 18-Jährigen, der seit 14 Jahren ununterbrochen für die Jugendteams der Schmuckstädter aufläuft ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Nun steht die kommende Verbandsliga-Saison an. Wir haben den Führungsspieler des Teams zum Interview getroffen.

SLN: Wenn wir erst einmal noch auf die letzte Saison zurückblicken, in der ihr den Landesliga-Titel eingefahren habt: Was hat euch in der Meistersaison ausgezeichnet?

LS: Uns hat vor allem ausgezeichnet, dass wir als Team agiert haben. Wir kennen uns alle schon sehr lange und haben uns gut verstanden. Zudem hatten wir ein höheres Fitnesslevel, als die meisten Gegner. Dadurch haben wir in der Schlussphase viele Spiele gewonnen. Eine zusätzliche Stärke war unser Aufbauspiel.

 

SLN: Wie gelingt es das mit in die Verbandsliga-Saison zu transportieren, wenn man bedenkt, dass einige Spieler aus dem ältesten Jahrgang nicht mehr dabei sind?

LS: Das Aufbauspiel ähnlich gut zu gestalten, wird schwierig. Unser Fitnesslevel ist nach wie vor sehr hoch. Wir haben viel dran gearbeitet, dass wir permanent Pressing spielen können. Das wird auf jeden Fall auch in der kommenden Saison wichtig sein. Wie auch in der Landesliga gilt es in der Verbandsliga körperlich dominant und selbstbewusst aufzutreten.  

 

SLN: Was war noch negativ letzte Saison, woran muss gearbeitet werden?

LS:  Gerade bei der Chancenverwertung sind wir noch relativ schwach. Bis auf Florian Zimmer haben wir keinen richtigen Knipser im Team. In zwei, drei Abläufen fehlt noch die Abstimmung. Wir hatten eine relativ kurze Vorbereitung, mit wenig Vorbereitungsspielen. Aber ich denke, das wird sich in der Saison noch einspielen und dass dann die Kommunikation auf dem Platz auch besser wird.

 

SLN: Was hat der Aufstieg mit dem SC Idar-Oberstein für dich persönlich bedeutet. Du hast ja bisher alle Jugendmannschaften durchlaufen?

LS: Wir haben uns als Mannschaft ganz klar das Ziel Meisterschaft gesetzt. Für uns war auch nichts Anderes ausschlaggebend. Trotz dem Drei-Punkte-Abzug war das unser ganz klares Saisonziel. Für mich persönlich bedeutet der Aufstieg einfach alles, da ich noch nie für einen anderen Verein als den SC gespielt habe. Es ist nun eine große Ehre für mich für den SC in der A-Jugend Verbandsliga aufzulaufen, aber ich denke, wir haben es uns jetzt auch mal verdient, da mitzuspielen.

 

SLN: Welchen Anteil hat dein Trainer, Tomasz Kakala, am Erfolg der Mannschaft?

LS: Ohne Tomasz wären wir nicht da, wo wir jetzt sind. Er ist sehr perfektionistisch. Jeder weiß wo er stehen muss und kennt seine Laufwege. Jeder weiß, was er im Spiel zu tun hat. Das hat uns letztes Jahr ausgemacht, dass wir das geliefert haben. Ich denke, dass ihm auch der Teamspirit ziemlich wichtig ist. Der hat letztes Jahr gestimmt und stimmt dieses Jahr auch wieder. Er weiß, wann er dazwischenhauen und uns mal Feuer geben muss, das hat uns gutgetan.

 

SLN: Der SC Idar ist die einzige A-Jugend aus dem Kreis Birkenfeld, die Verbandsliga spielt, besitzt somit ein Alleinstellungsmerkmal. Wie kommt es deiner Einschätzung nach, das trotzdem viele Spieler aus dem Kreis den Weg nach Morbach oder Meisenheim bevorzugen?

LS: Wenn ich ehrlich bin, glaube ich, dass wir nicht immer den besten Ruf in der Jugend hatten in letzter Zeit. Das hat sich jetzt verbessert. Mit Morbach und Meisenheim hast du die Chance vorne in der Verbandsliga oder sogar Regionalliga zu spielen. Bei uns hieß es oft, dass es gegen den Abstieg geht, was vor allem in der Jugend nicht immer einfach ist. Deshalb denke ich, wählen viele den Weg zu Vereinen außerhalb des Kreises.

 

SLN: War ein Wechsel für dich jemals ein Thema?

LS: Tendenziell, nein. Letztes Jahr gab es ein Angebot von Morbach. Nach einem Probetraining, war ich aber nicht komplett überzeugt. Die Qualität der Trainingssteuerung war ähnlich, deshalb war es dann auch kein Thema für mich.

 

SLN: Wenn wir jetzt auf die neue Saison blicken: Wie war die Vorbereitung bisher? Welche Rolle spielt euer Fitnesscoach Christian „Buffy“ Heidrich in dieser Phase?

Er plant die Fitnessläufe und unsere Ausdauerleistung und hat damit essenziellen Anteil, an unserer Fitness. Er weiß welche Hebel er drehen muss, um uns richtig fit zu machen. Das hat uns letztes Jahr ausgezeichnet und ich hoffe, das tut es auch dieses Jahr wieder.

 

SLN: Wie sind die Ziele in der neuen Liga?

LS: Wir gehen in jedes Spiel rein und wollen es gewinnen. Die Mannschaft und ich sind sehr selbstbewusst, wollen überall drei Punkte mitnehmen. Unser Ziel ist es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Wir wollen einen guten Mittelfeldplatz belegen und wenn dann eher nach oben schielen. Natürlich ist es wichtig, erst einmal nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Aber mit dem Kader, den wir diese Saison haben, mit den Neuzugängen, sollte unser Ziel sein, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

 

SLN: Was wird der größte Unterschied der Verbandsliga im Vergleich zur Landesliga werden?

Das Tempo des Spiels. Die Spieler werden physisch und vor allem im Kopf viel schneller sein, als noch in der Landesliga. Körperlich werden wir sicher nicht die stärkste Mannschaft stellen. Das müssen wir fitnesstechnisch wettmachen. Kleine Fehler werden viel schlimmer bestraft, die gilt es dann abzustellen.

 

SLN: Die erste Mannschaft hat letztes Jahr den Aufstieg in die Oberliga geschafft, als A-Jugendlicher steht bald der Schritt in den Aktivenbereich an. Wem aus eurem Team traust du es am ehesten den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft zu?

LS: Ich sehe da drei potenzielle Kandidaten. Florian Zimmer, Anton Nicodemus und ich haben schon alle bei der ersten Mannschaft mittrainiert. Jeder von uns will es schaffen. Ich spiele jetzt seit 14 Jahren beim SC Idar und es war immer mein Ziel, auch mal bei der „Ersten“ zu spielen. In naher Zukunft wird es wahrscheinlich noch nicht klappen, aber irgendwann vielleicht. Bis dahin gilt es im Training alles geben und sich anzubieten. Da gehört für einen jungen Spieler natürlich auch immer Glück dazu, genau im richtigen Moment gebraucht zu werden und dann mit guter Leistung zur Stelle zu sein.

 

 

Das Interview führte Tim-Julian Schneider

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