HSG-Kapitän Schäfer: "Wir können uns eigentlich nur selbst schlagen"

Die HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach gilt als einer der Favoriten in der kommenden Verbandsliga-Saison. Bis zum Pflichtspielauftakt um im Pokal gegen den SV Gerolsteinam 26. August muss Trainer Florian Hübner jedoch noch an einigen Stellschrauben drehen.

Bis auf Pascal Stehr hat die HSG keine Abgänge zu verzeichnen, dieser ist jedoch ein sportlicher Verlust wie Hübner zugibt: „Er war ein junger Spieler, der noch viel Potenzial hatte und der im Rückraum eine Lücke hinterlassen wird. Charakterlich hat es aber mit der Mannschaft nicht mehr so gepasst.“ Dafür stößt mit Jannik Casper ein ambitionierter Spieler aus der eigenen Jugend zur ersten Mannschaft. Bei Eric Diehl wird mit Studienbeginn im Oktober die ein oder andere Trainingseinheit ausfallen. „Er ist konditionell so gut aufgestellt, dass ihm das nichts ausmachen wird“, sieht sein Coach die Lage entspannt.

Sehr zufrieden äußerte sich Hübner auch über die Trainingsbeteiligung in der bisherigen Vorbereitung. „Wir haben über weite Strecken dreimal die Woche trainiert.“ Selbst bei kurzfristig angesetzten Einheiten hätten viele Spieler den Weg ins Training gefunden. „Was Kondition und Kraft angeht sind wir sehr gut aufgestellt“, lobte der Trainer. Auch von Spielerseite wurde die Saisonvorbereitung positiv bewertet. „Es waren schon harte Einheiten dabei, die aber von allen gut aufgenommen wurden“, fand HSG-Kapitän Jonathan Schäfer. „Die Stimmung im Team ist sehr gut. Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, die sich als Einheit präsentieren.“

Nicht immer als Einheit gestaltet sich noch der Aufwand, der auf der einen Seite in die Offensive und auf der anderen in die Defensive investiert wird. Das zeigte sich auch in den bisherigen Testspielen. „In der Defensive fehlt uns noch die Bereitschaft alle Wege zu gehen und zusammen zu kommunizieren. Das muss verbessert werden“, monierte Coach Hübner. Die Abwehr sei eine Absprache- und Einstellungssache. „Die Defensive war schon in der letzten Saison unsere Schwachstelle“, gestand Kapitän Schäfer. „Viele müssen sich in der Abwehr einfach mehr quälen und abstimmen. Da muss ich als Kapitän auch mehr die Kommunikation an mich reißen und auf meine Mitspieler einwirken.“

Der Trainer wollte die ersten Tests aber auch nicht zu hoch hängen. „Wir haben die Fehler gut erkannt und sehr viel Positives aus den Spielen mitgenommen. Über die offensive Qualität mache ich mir sowieso gar keine Sorgen“, erklärte er und gab auch direkt die Marschroute für die neue Saison aus: „Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen! Wir haben letztes Jahr keine gute Rückrunde gespielt und damit den fünften Platz belegt. Mit besserer Leistung wäre da schon der dritte Platz möglich gewesen. Wenn wir offensiv kollektiv torgefährlicher werden, nicht mehr so leicht auszurechnen sind und von Verletzungen weitestgehend verschont bleiben, sollten wir die Tabellenplätze zwei bis drei anstreben.“

Wenn Platz zwei bis drei als offizielles Ziel ausgegeben wird, kann man sich in Tiefenstein auch durchaus die Frage stellen, ob dann mit dieser Mannschaft nicht der Titel möglich ist. „Mit der Truppe können wir uns eigentlich nur selbst schlagen“, erklärt Kapitän Schäfer selbstbewusst. „Wir haben viele Spiele in der letzten Saison unnötig verloren. Wenn wir das abstellen ist der erste Platz drin.“ Der Titel wäre am Ende dennoch ein Bonus und keine Pflicht für die HSG. „Die Plätze zwei bis drei wären auch absolut zufriedenstellend.“

Bis zum Auftakt im Pokal stehen noch einige teambildende Maßnahmen auf dem Programm, dann gilt der Fokus ausschließlich den Pflichtspielen. „Im Pokal wird es keine Experimente mehr geben“, kündigte Hübner an und sein Kapitän strich noch einmal die Bedeutung des Spiels gegen den SV Gerolstein heraus: „Natürlich ist es ein besonderes Spiel für uns, obwohl es nicht denselben Stellenwert wie die Saison für uns hat. Aber ein Pokalspiel mit dem Picknick im Rücken hat man nicht alle Tage. Wir hoffen, dass die Halle voll wird und wir Eigenwerbung für den Handball betreiben können.“ Die Motivation eine Runde weiterzukommen, sei sehr hoch. Gelingt es diese Motivation auch ins Defensivverhalten zu transportieren, gehört die HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach nächste Saison definitiv zu den Titelkandidaten.

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